Nebenwirkungen

Nebenwirkungen des Grünlippmuschel-Extrakts

Entgegen der oft zu lesenden Behauptung, dass Grünlippmuschel-Präparate als Bio-Produkte frei von Nebenwirkungen sind, können durch Einnahme von Grünlippmuschelextrakthaltigen Produkten durchaus vereinzelt unerwünschte Wirkungungen (Nebenwirkungen) oder Wechselwirkungen auftreten.
In klinischen und tierexperimentellen Studien wurden die möglichen Nebenwirkungen beim Grünlippmuschel-Verzehr untersucht. Nun, zunächst einmal eine gute Nachricht, denn mögliche Nebenwirkungen durch den Verzehr von Grünlippmuscheln oder deren Extrakt halten sich in überschaubaren Grenzen! Im Grunde handelt es sich nur um 2 Risiko-Gruppen, die sowohl Grünlippmuscheln als den Extrakt meiden müssen: Allergiker, die auf Schalentiere reagieren und Gicht-Patienten.

  • Für Gicht-Kranke ist die Nachricht ebenfalls nicht ganz so rosig aus, denn Gicht wird durch ein Übermaß an Purine im Körper verursacht, die wiederum durch den Stoffwechsel zu Harnsäure abgebaut wird. Der Körper verfügt über natürliche Prozesse, Harnsäure zu beseitigen, jedoch kann dabei nur eine bestimmte Menge zu bewältigt werden.
    Der Konsum von Alkohol, rotem Fleisch und Grünlippmuschel-Extrakte (unter anderem) kann zu einem Anstieg von Harnsäure im Körper beitragen. Der Harnsäure-Überschuss verursacht (unbehandelt) unter anderem in der Folge Schwellungen und/oder geschwollene Füße.
    Wer glaubt, dass diese Symptome durch die natürliche entzündungshemmende Wirkung der Grünlippmuschel positiv auswirkt, irrt leider völlig – im Gegenteil: bei der Gicht kann sich der Gesundheitszustand eher noch verschlechtern. Daher sollten Gicht-Patienten auch dann auf Grünlippmuschel-Extrakt verzichten, wenn sie etwa Arthritis oder Arthrose leiden
    Als Alternative zur Grünlippmuschel bei Beschwerden wie Arthrose oder Arthritis bieten sich andere Produkte, wie zum Beispiel Omega-3-reiches Fischöl, an, die andere Purine als die Grünlippmuschel enthalten.

  • Wie bei jedem Nahrungsmittel kann es nach der Einnahme von Grünlippmuschelextrakt vereinzelt zu allergischen Reaktionen (Eiweißallergie) kommen. Toxische Effekte wie bei herkömmlichen antiarthritischen Präparaten, sind, wie in verschiedenen Studien belegt wurde, bei Grünlippmuschelextrakt nicht zu beobachten. Nun ist es jedoch möglich, einige der Vorteile der Omega-3-Fettsäuren in Grünlippmuscheln durch eine Alternative zu bekommen, dennoch solte man sich medizinischen Rat holen, um eine geeignete Behandlung auszuwählen.
    Patienten mit Allergien auf Muscheln oder Fisch wird von der Einnahme abgeraten, da evtl. allergische Reaktionen wie Asthma oder Hauthautausschlag auftreten könnten, weitere mögliche allergische Reaktionen sind: Juckreiz, Schwellungen im Gesicht oder an den Händen sowie Kribbeln oder Schwellungen im Hals-Rachen-Raum.

  • Weitere Begleiterscheinungen beim Verzehr von Grünlippmuschel-Extrakt (aber auch anderen Nahrungsergänzungen einschließlich Fischölen) können leichtere Magen-Probleme, einschließlich Blähungen, Durchfall und Übelkeit, sein, die sich meist nach ein paar Tagen jedoch geben. Insgesamt betrachtet halten sich die Nebenwirkungen im Vergleich zu konkurrierenden Produkten eher auf einem niedrigen Niveau.
    Um eventuelle unerwünschte Nebenwirkungen in Grenzen zu halten, kann es Sinn machen, Grünlippmuschel-Extrakt in Verbindung mit anderen Nahrungsmitteln oder in mehreren kleineren Dosen am Tag zu verwenden.
    Bei Kapseln, Tabletten oder anderen Applikationen können auch Zusatzstoffe oder Stabilisatoren zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.

  • In den USA wird ebenfals mehrfach darauf hingewiesen, dass bei schwangeren oder stillenden Frauen Grünlippmuschelextrakt-Präparate erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden soll, da es durchaus Präparate gibt, die mit Schwermetallen oder Schalentiergiftstoffen verunreinigt sind.

  • Im Netz ist vereinzelt davon zu lesen, dass, je nach Herkunft des Grünlippmuschel-Extrakts, eine vhm. hohe Konzentration von Algentoxinen (Algengiften) vorkommen kann, einige Produzenten überprüfen diesen Anteil im Extrakt, andere dagegen nicht. Algentoxine können sich im Körper anreichern und ggf. langfristig zu Vergiftungserscheinungen führen.


Die Ergänzungen hinsichtlich der potentiellen Nebenwirkungen stammen von Xtend Life und wurden sinngemäß vom Autor dieser Seite übersetzt.