Geschichte

Entdeckung der Wirkung von der Grünlippmuschel

Schon seit vielen Jahrhunderten gehört die Grünlippmuschel neben Fisch zu einem der wesentlichen Nahrungsmittel der Maoris, der Ureinwohner Neuseelands. Sehr zum Erstaunen der Mediziner waren Gelenkerkrankungen oder auch Alterssteifigkeit, insbesondere bei den an der Küste lebenden, Maoris praktisch nicht bekannt.
Ein weiterer Grund für das gesteigerte Interesse der Wissenschaftler an der Grünlippmuschel war der Umstand, dass man bei einer anderen Muschelart allem Anschein nach auf ein Mittel gegen bestimmte Formen von Krebs gefunden hatte. So begann man damit, zunächst mittels privat finanzierter Studien in den USA, sich genauer mit der Grünlippmuschel und deren Wirkung zu beschäftigen.
Erste vielversprechende Ergebnisse in den späten 60ern bekräftigten den Zusammenhang zwischen Grünlippmuschel-Konsum und der Quasi-Resistenz gegenüber Gelenkerkrankungen, was in den 70ern zu einer rasant ansteigenden Poularität der Grünlippmuschelprodukte und zu einem wahren Boom führte. Anfang der 80er beschäftigten sich immer mehr Wissenschaftler mit der Grünlippmuschel, was dazu führte, dass es zunehmend mehr repräsentative Studien gab, in denen die Wirkstoffe der Grünlippmuschel analysiert und deren Wirkung wissenschaftlich belegt wurden.
Ungeachtet dieser Tatsache war die Anwendung der Grünlippmuschelpräparate insgesamt jedoch eher rückläufig, da in der Zwischenzeit einige Wirkstoffe synthetisch hergestellt werden konnten, was nicht nur eine größere Reinheit versprach, sondern zudem auch preiswerter war. Gleichzeitig führte eine geänderte Gesetzeslage in den USA zum beinahe vollständigen Zusammenbruch der Exporte in die USA, dem größten Markt für Grünlipp-Muschel-Produkte.
Dass die Grünlippmuschel heute dennoch wieder in aller Munde ist, hat zwei wesentliche Gründe: Zum einen liegt das an dem seit Ende der 90er gestiegenen Umweltbewußtsein der Menschen, die wieder vermehrt zu natürlichen Heilmitteln greifen, zum anderen daran, das die Resorbtion der Glycosaminoglykanen (GAG), dem wesentlichen therapeutischen Wirkstoff der Grünlippmuschel, vielfach nicht in der gewünschten Weise erfolgt, wenn diese chemisch hergestellt werden.
Grünlippmuschel-Erzeugnisse werden heute zumeist entweder als Kapsel, Salbe oder in Reinform als Pulver angeboten, bei einigen Tierfutterprodukten sind ebenfalls Grünlippmuschel-Zusätze enthalten. Die Grundsubstanz bei praktisch allen im Handel verfügbaren Erzeugnissen ist das Grünlippmuschel-Extrakt.