Herstellung

Herstellung des Grünlippmuschel-Extraktes

Die Verarbeitung des Grünlippmuschel-Extrakt aus der Perna canaliculus unterliegt grösster Sorgfalt und wird durch strengste Analysen auf beste Qualität untersucht, was die Wirkung des hochwertigen Präparates gewährleistet.
Grundlage aller Grünlippmuschelerzeugnisse ist der Grünlippmuschelextrakt. Die einzigartige Wirkung liegt in einem kleinen, etwa Stecknadelkopf großen, Muschelteil, der Keimdrüse begründet.
Nach der Ernte werden die frischen Muscheln gekühlt, geöffnet (d.h. die Schale entfernt), abzentrifugiert und schonend gefriergetrocknet, so dass die biologische Aktivität gewährleistet bleibt. Anschließend werden Sie zu Pulver vermahlen. Die Trocknung erfolgt deshalb ohne Anwendung von Hitze, da diese wertvolle Eiweisse der Grünlippmuschel zerstören würde.
Inzwischen gibt es von Hersteller zu Hersteller Unterschiede in der Herstellung, die primär den Faktor Zeit berücksichtigen. So wirbt bspw. der neuseeländische Produzent Xtend Life damit, den Extrakt in ca. 30 Min. herzustellen, verspricht dadurch eine höhere Wirkstoffmenge als bei Produkten anderer Hersteller. Es entzieht sich jedoch meiner Kenntnis, inwieweit dies wirklich zutrifft.

Um eine Menge von 1 Kilogramm Grünlippmuschel-Extrakt herzustellen, bedarf es etwa einer Menge von 40 Kg Grünlippmuscheln.

Das Muschelpulver wird chargenspezifisch auf Schwermetalle und Umweltgifte geprüft, insbesondere wird der Gehalt an Quecksilber, Blei, Cadmium, Arsen, Pestizide, DDT und Isomere sowie PCB’s bestimmt.
Ebenso verhält es sich mit mikrobiologischen Untersuchungen. Jede Charge Muschelpulver, aber auch das verkaufsfertige Produkt, wird auf mikrobielle Reinheit geprüft (Gesamtkeimzahl, E. coli, Salmonella, S. aureus).
Der Grünlippmuschel-Extrakt wird von Neuseeland aus weltweit exportiert. Der Umstand, dass es nur eine kleine Anzahl von Farmen für den Anbau und die Verarbeitung der Grünlippmuschel in Neuseeland gibt, führt dazu, dass praktisch alle Rohstoffe der auf dem Markt befindlichen Produkte gleichen Ursprungs sind.

Der Extrakt wird auf dem Markt in Reinform oder ergänzt durch Zusatzstoffe wie Vitamine und andere Hilfsstoffe entweder als Pulver, Kapsel oder vereinzelt als Salbe angeboten.

Keine Verwendung findet die Schale der Grünlippmuschel, da ihr die wesentlichen Bestandteile, die Glycosaminoglycane, fehlen. Glycosaminoglykane (GAG) ist der Oberbegriff für z.B. Chondroitinsulfat, Keratansulfat etc., diese Wirkstoffgruppe verfügt über eine knorpelschützende Wirkung, da sie zu einer Erhöhung der Wasserbindungskapazität des Knorpels und damit Verbesserung seiner Pufferfunktion führen können.

Die beim Herstellungsprozess des Extraktes anfallenden Reste, also die Schalen, gelten als Abfallprodukte, die zu Muschelkalk oder Muschelmehl verarbeitet werden.
Die Verwendung des reinen Grünlippmuschel-Extraktes in der herkömmlichen Futterproduktion (mittels Druck und Hitze -> Extruhieren) ist schon alleine deshalb fragwürdig, da, wie eingangs schon zu lesen ist, bei Hitze einige der wesentlichen Eiweisse zerstört werden.